Smartmeter
Was ist ein Smart Zähler ?
Nun ein Smart Zähler (Smart Meter) ist ein Stromzähler der elektronisch funktioniert und über das Internet mit den Stromanbieter kommuniziert.
Somit sollen die Stromanbieter in Zukunft jederzeit Zugriff auf den jeweiligen Stromverbrauch eines jeden Kunden haben.
Das bedeutet aber auch das der Stromanbieter eine Menge Rückschlüsse über das Private verhalten erhält.
Der Zähler ist so klug, der Zähler weiß alles !
Im Rahmen eines von der deutschen Bundesregierung geförderten Projektes haben Forscher der FH Münster die Auswertungsmöglichkeiten der Verbrauchsdaten untersucht.
Das überraschende Ergebnis: Die von Smart-Metern gelieferten Angaben sind so genau, dass sie unerwartet tiefe Einblicke in das Familienleben bieten.
Von der Antwort auf die Frage ob der Stromkunde die Mikrowelle oder den E-Herd für das Mittagessen benutzt, bis hin zum abendlichen Fernsehprogramm (inklusive gewähltem Kanal/Film).

Ein praktisches Beispiel:
Moderne Fernsehgeräte passen die Helligkeit des Bildschirmhintergrundes zur Bildverbesserung dynamisch an den dargestellten Inhalt an. Dadurch ändert sich der Stromverbrauch des Gerätes minimal. Smart-Meter erfassen diese Änderungen äußerst genau. Die Forscher der FH Münster wiesen nach, dass sich mit der passenden Software die Verbrauchsdaten des Fernsehers aus den Kundendaten beim Stromanbieter herausrechnen lassen. Erstellt man nun eine Datenbank mit Verbrauchsprofilen von Filmen und Fernsehsendungen, so lässt sich beim Stromlieferanten sekundengenau feststellen, wann welcher Film oder welche Sendung im Haushalt angesehen wurde.

Angenommen ein Mitglied der Bundesregierung würde wissen wollen, welche Haushalte in Österreich eine “verleumderische” Dokumentation über Schmiergeldzahlungen angesehen haben. Mit den Daten der Stromanbieter wäre das kein Problem. Der Schritt zur Kriminalisierung ungeliebter Inhalte (verbunden mit dem Zugriffsrecht auf die Verbrauchsdaten im Rahmen von strafrechtlichen Ermittlungen) ist, wie derzeit in Italien beobachtet werden kann, auch in einem europäischen Rechtsstaat kein sehr großer.

Angesichts solcher Überwachungsmöglichkeiten erscheint George Orwells “1984″ wie ein sanftes Kindermärchen. Wer wird auf diese Daten zugreifen können?
Die Geschichte hat gezeigt, wenn eine Möglichkeit zum Missbrauch besteht, wird diese früher oder später auch ausgenutzt.
Steht eine solch eklatante Gefährdung unserer freien, demokratischen Gesellschaft tatsächlich im Einklang mit den fragwürdigen Einsparungspotentialen eines Smartmeters?

In der Werbung und auch in TV Dokumentationen wird uns immer wieder weiß gemacht die neuen Elektronischen Zähler wären ein Vorteil für den Verbraucher, weil er uns ermöglicht angeblich Strom zu sparen.
Das ist natürlich absoluter Blödsinn, weil der Stromverbrauch nicht vom Zähler abhängig ist.
Auch werden für den Verbraucher die Kosten nicht reduziert, weil der Stromanbieter die Kosten für den neuen Zähler bis zu 100 Euro im Jahr auf den Kunden  abwälzen darf.
Außerdem werden die Zähler alle 2 Jahre ausgetauscht, was möglicherweise auch noch zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Und auch sonst werden die Kosten nicht verringert, sondern im Gegenteil noch erhöht, bis heute ist es so das der sogenannte Blindstrom nicht bezahlt wird, weil die heutigen Zähler diesen nicht erfassen können, die neuen Zähler können diesen Blindstrom aber erfassen , somit werden natürlich auch die Kosten erhöht, und zwar schätzungsweise bis zu 20 %.
Der neue Stromzähler trennt auch den Stromkreis automatisch wenn der Verbrauch eine gewisse Schwelle überschreitet, dadurch wird der Stromverbrauch zwangsweise eingeschränkt.

Fazit:
Die ganze Idee der „intelligenten“ Netzen ist fadenscheinig und hält einer kritischen Prüfung der Fakten in keinster Weise stand. Dieser Artikel konnte dabei in seiner beschränkten Länge nur eine winzige Fraktion der augenscheinlichsten Kritikpunkte anführen. Vorzubringen gäbe es noch vieles mehr.
Fragwürdigen und bestenfalls minimalen Einsparungspotentialen stehen die völlige Aufgabe der energietechnischen Selbstbestimmung und die Schaffung gläserner Haushalte gegenüber.
Einzige Profiteure des ganzen Projekts sind Stromkonzerne, die sich durch die gesetzliche Verankerung ihrer Zwangsanschlüsse ein Monopol sichern, dabei ökologische Interessen vorschieben und auf genial geschickte Art und Weise eine echte Energiewende im Keim ersticken.
Wer Bürgerrechte und erneuerbare Energie für vernachlässigbar hält, dem kann die Unterstützung der zwangsweisen Einführung von Smart-Metern nur wärmstens empfohlen werden.

Übrigens wurde ein Gesetz erlassen mit dem diese Zähler ab 2017 vorgeschrieben sind, allerdings zuerst bei den Großkunden, es wird somit auf jeden Fall kommen.
Es ist nur eine frage der Zeit.
Dieses Gesetz wurde wie immer mal, wenn es ums  Geld oder um den Datenschutz geht mal wieder ganz schnell durch den Bundesrat gebracht ohne das die meisten in der Bevölkerung es überhaupt mit bekommen haben, meine Vermutung ist , das auch die meisten der Politiker wieder einmal ein Gesetz abgenickt haben, ohne überhaupt zu wissen worum es geht.
Laut Gesetz muss diese Zwangsmaßnahme bis 2032 abgeschlossen sein.
Link zum Gesetz.
Ach ja, einen Dank an CDU / SPD für diese Schweinerei !

04.03.2017